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Gesundheitsstation in Sodo/Togo: MP 2102

Das Team der Gesundheitsstation hilft den Kranken rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.

In den ländlichen Gebieten in Afrika sind die Möglichkeiten, sich medizinisch behandeln zu lassen, rar. Deshalb unterhält die Evangelische Kirche in Togo (EEPT) mehrere Gesundheitsstationen, eine davon in Sodo.

Auf dem Weg von Kpalimé nach Atakpamé liegt in einem grünen Tal der Ort Sodo. Hier findet man seit vielen Jahren eine Gesundheitsstation. Bei der Gründung 1984 noch ein einfacher Erste-Hilfe-Posten, hat sich daraus bis heute sehr viel entwickelt. Bleza Payaki ist der leitende Krankenpfleger der Station. Ursprünglich kommt er aus dem Norden des Landes. Wegen der besseren Arbeitsmöglichkeiten ist er jedoch in die Hauptstadt gezogen. Etwas später hat er schließlich die Stelle in Sodo angenommen. „Meine Familie und meine Freunde wohnen allerdings noch in Lomé“, erzählt er. „Ich besuche sie immer, wenn ich frei habe.“

Payaki freut sich über die gut ausgestattete Station und die unterschiedlich ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben zwar keine Ärzte hier, aber ansonsten ist alles abgedeckt, damit wir professionell arbeiten können“, erklärt er und zählt auf: Krankenschwestern und –pfleger, Hebammen, Apothekenhelfer, Laboranten und Buchhalter. Einige werden vom Staat bezahlt, andere von den „Togo-Freunden Hannover“. Die meisten sind bei der Evangelischen Kirche angestellt. Die Einkünfte der Gesundheitsstation sind jedoch begrenzt. Fast alle Patienten und Patientinnen können nur einen geringen Betrag für ihre Behandlung aufbringen. Allerdings gehört zur Station eine kleine Leichenhalle. „In unserer Kultur ist es sehr wichtig, Beerdigungen mit der kompletten Familie zu feiern“, berichtet Bleza Payaki. „Normalerweise dauert es länger, bis man alle informiert hat. Daher liegen die Toten bis zu vier Wochen bei uns, und es ist üblich, dafür eine Gebühr zu erheben.“

Die Gesundheitsstation ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet. Die Kranken kommen mit Malaria, Verletzungen, Lungen- oder Magenproblemen. „Wir behandeln aber auch schmerzende Zähne und Ohren sowie Augenentzündungen“, so der Krankenpfleger. „Schließlich haben wir mit den Folgen von Amöben zu tun und auch mit Anämie, also Blutarmut. Schwerere Fälle überweisen wir allerdings in das nächste Krankenhaus.“

Neben der Behandlung vor Ort, geht es immer auch um Prävention. Schwangere Frauen werden darin bestärkt, sich regelmäßig untersuchen zu lassen, zahlreiche Impfkampagnen werden durchgeführt. Dafür besuchen die Mitarbeitenden der Station die umliegenden Dörfer und informieren die Bevölkerung darüber, wie man Krankheiten vermeiden kann und dass Impfungen vor Tuberkulose, Diphtherie, Tetanus und Hirnhautentzündung schützen.

Bleza Payaki denkt viel darüber nach, wie er die Gesundheitsstation weiter ausbauen kann. „Die Versorgung kranker Menschen liegt mir sehr am Herzen“, sagt er. „Ich möchte sie immer weiter verbessern, aber das kostet natürlich Geld.“

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