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Klimabündnis in Ghana (MP 1404)

An vielen Schulen wurden Umweltklubs gegründet, die sich für den Klimaschutz engagieren und Bäume pflanzen.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. In Ghana arbeiten kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen mit der Regierung zusammen, um gemeinsame Lösungen zu finden.

Auf Initiative der E.P.Church wurde vor einigen Jahren RELBONET – Religious Bodies Network on Climate Change, also das „Netzwerk religiöser Einrichtungen zum Klimawandel“ gegründet. Mitglieder sind Kirchen wie die E.P.Church, die Lutherische Kirche, die Vereinigungskirche Gottes und Pfingstkirchen ebenso wie muslimische Vereinigungen, unter anderem das Büro des Nationalen Imams und die Ahmaddiya-Bewegung. Das Büro des Netzwerks ist bei der E.P.Church in Ho angesiedelt. Zur Finanzierung der Arbeit trägt das Land Bremen einen Teil bei. Vor einiger Zeit erhielt die E.P.Church für diese Initiative in Großbritannien aus der Hand des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon einen Umweltpreis.

„Wir wollen möglichst viele Menschen in Ghana erreichen und ihnen auf vielfältige Art zeigen, was sie gegen den Klimawandel tun können“, erklärt Charles Agboklu, Leiter des RELBONET- Büros, seine Aufgabe. „Und wir fangen schon bei den Kindern und Jugendlichen an.“ Er erzählt weiter von der E.P.Church Junior High School in Peki Dzake. Hier engagieren sich von insgesamt 164 Schülerinnen und Schülern 40 in einem Umweltklub. Sie bekamen im letzten Jahr 800 Teak- und Akazien-Setzlinge, die sie einpflanzen konnten. „Natürlich machen Kinder auch immer etwas Unsinn“, lacht Aboklu, „aber die allermeisten Bäume sind gut in der Erde gelandet.“

Die Mitglieder des Klubs treffen sich nach der Schule in ihrer Freizeit, lernen viel über Umweltfragen und führen begleitete Aktionen durch. Vor der Pflanzaktion wurde ausführlich das CO2-Problem diskutiert. „Die Schüler fanden sehr schnell selbst heraus, welche Vorteile es darüber hinaus gibt, wenn man viele Bäume hat“, berichtet der RELBONET-Koordinator. „Sie machen die Umwelt grün, sie verringern die Hitze und spenden Schatten. Und wenn man wieder nachpflanzt, kann man das Holz von gefällten Bäumen verkaufen.“ Der Erlös soll der Junior High School und dem Umweltklub der Schule zugutekommen.

Charles Agboklu freut sich: „Es ist schön, zu sehen, wie begeisterungsfähig die Kinder und Jugendlichen sind. Wir haben farbige T-Shirts bedruckt für die Mitglieder des Umweltklubs, die tragen sie alle sehr gern. In den Ferien organisieren sie Kleingruppen, die dann für die Bewässerung und den Schutz der Setzlinge verantwortlich sind. Viele reden mit ihren Eltern über den Klimawandel und beginnen, auch zu Hause Bäume zu pflanzen.“ Angesichts dieser Erfolge möchte RELBONET die Zahl der Umweltklubs an den Schulen deutlich erhöhen. Gerade in der Umgebung von Peki könne man sehen, was in der Vergangenheit passiert sei. Viele der früher hier vorhandenen Wälder seien längst verschwunden, beklagt Agboklu. Er hofft, dass das Beispiel der Umweltklubs auch von den anderen religiösen Organisationen im RELBONET übernommen wird. Ein weiterer Plan ist, die Baumsetzlinge zukünftig durch Hecken besser zu schützen.

Schließlich sollen Workshops angeboten werden, die sich ausschließlich an Frauen wenden. Hier geht es um Umweltprobleme und Strategien für bereits bestehende Frauennetzwerke.

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