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Zwei französische Journalisten in Togo inhaftiert

Menschenrechtsorganisationen erheben Vorwüfe

In Togo sind Ende Juli zwei französische Dokumentarfilmer und ihr togoischer Mitarbeiter festgenommen worden. Ihnen werden falsche Angaben bei der Beantragung ihrer Visa vorgeworfen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen als unverhältnismäßig und fordern die Freilassung der drei.

Gaël Mocaër und Sebastian Perez Pezzani wurden am 27. Juli nahe der Stadt Kara im Norden Togos verhaftet, wo sie für das französische Fernsehen eine Folge der Dokumentarfilmreihe „Les Routes de l'impossible" drehten. Gemeinsam mit ihnen wurde ihr togoischer Begleiter Fred Vedomey festgenommen. Am 17. August wurden die drei wegen Falschangaben angeklagt. Die Produktionsfirma und die Betroffenen weisen die Vorwürfe zurück: Sie hätten über gültige Arbeitsvisa und eine Drehgenehmigung verfügt. Die Organisationen Reporter ohne Grenzen (RSF) und das Committee to Protect Journalists (CPJ) sprachen von einem ungerechtfertigten Verfahren.

Ende August wurde einer der beiden Franzosen, Perez Pezzani, aus gesundheitlichen Gründen unter Auflagen freigelassen und in einem Krankenhaus behandelt; sein Reisepass wurde einbehalten. Mocaër und Vedomey blieben in Haft, ihre Anträge auf Freilassung wurden abgelehnt. Die togoischen Behörden verwiesen auf „mehrere Unregelmäßigkeiten" bei Vorbereitung und Durchführung des Drehs und erklärten, es lägen ernsthafte Verdachtsmomente vor – unter anderem wegen des Einsatzes einer Drohne in der von dschihadistischen Angriffen bedrohten Nordregion. Der Fall reiht sich in eine Serie von Spannungen zwischen Togo und französischen Medien ein: Bereits 2025 waren die Sender France 24 und RFI für drei Monate suspendiert worden. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von RSF steht Togo auf Platz 97 von 180 Ländern.

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