In der ghanaischen Gemeinde Hohoe nahe der Grenze zu Togo hat der Fluss Dayi Ende September mehrere Ortsteile überflutet. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde NADMO sind rund 5.000 Menschen betroffen, mehr als 3.000 von ihnen mussten ihr Zuhause vorübergehend verlassen.
Über 400 Häuser standen unter Wasser, am schwersten traf es das Viertel Zongo, das zu mehr als der Hälfte überschwemmt war. Vor allem Lehmhäuser wurden zerstört, viele Menschen verloren ihr Hab und Gut. Hunderte kamen in Klassenzimmern und Moscheen unter.
Ausgelöst wurde die Flut nicht nur durch Regen vor Ort. Laut dem Abgeordneten von Hohoe, Thomas Worlanyo Tsekpo, trafen heftige Niederschläge im benachbarten Togo mit dem seit Monaten anhaltenden Regen in Hohoe selbst zusammen. Weil Hohoe tiefer liegt, fließt das Wasser von jenseits der Grenze in die Region, sodass die Pegel weiter stiegen, obwohl es dort bereits aufgehört hatte zu regnen. Tsekpo lobte den Katastrophenschutz und die Sicherheitskräfte für die Evakuierungen, räumte aber ein, dass die lokalen Behörden allein überfordert seien, und bat um Unterstützung.
Am 29. September meldete die NADMO, dass das Wasser in einigen Ortsteilen zurückgehe und erste Bewohnerinnen und Bewohner nach Hause zurückkehrten. Die Behörde verteilte Matratzen, Lebensmittel und Moskitonetze, die Feuerwehr half bei der Versorgung mit sauberem Wasser.
