Die Fischbestände in Ghana sind in zwei Jahrzehnten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen, was die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen der Menschen bedroht. Ohne stärkeren Schutz und effektives Management könnten diese Rückgänge anhalten.
Die sich verschärfende Lage für Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen an der westafrikanischen Küste hat Naturschutzmaßnahmen in ganz Ghana ausgelöst, denn die Fischer Ghanas sind nicht nur für die Küstengemeinden des Landes von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Ernährungssicherheit des ganzen Landes. Mehr als 21 Millionen Menschen in Ghana sind auf das Meer für Nahrung und Ernährung angewiesen, wobei Fisch eine der zugänglichsten und erschwinglichsten Proteinquellen ist. Überfischung, illegale Fischerei und zerstörerische Praktiken, vor allem auch durch chinesische Fangflotten vor Ghanas Küste, haben jedoch zunehmenden Druck auf marine Ökosysteme ausgeübt. Lokale Fischer haben immer geringere Erträge in ihren Netzen und können gegen die fremden Fangflotten nicht agieren.
Vor diesem Hintergrund hat Oceana, nach eigenen Angaben die größte internationale Interessenvertretung, die sich ausschließlich auf den Meeresschutz konzentriert, eine Niederlassung in Ghana gegründet. Es geht dabei vor allem um den Wiederaufbau von Fischbeständen, die Verbesserung der Ernährungssicherheit sowie den Schutz der Lebensgrundlagen an der Küste. Die Organisation arbeitet dabei eng mit Fischern, Verarbeitern, lokalen Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.
Wichtig ist dabei auch politische Lobbyarbeit, um die Grundlagen zu schaffen, dass Ghana effektiv seine Interessen innerhalb der durch internationales Recht geschützten 200km-Wirtschaftszone vor der Küste gegen fremde Fangflotten schützen kann.
