Prof. Alexander Yaw Debrah übernimmt die wissenschaftliche Leitung des Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR) in Ghana, das gemeinsam von der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST), dem ghanaischen Gesundheitsministerium und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Hamburg, betrieben wird.
Das KCCR ist ein international renommiertes Zentrum für Infektionsforschung in Kumasi/ Ghana und befasst sich mit der Untersuchung von Erkrankungen wie Malaria, viralen und bakteriellen Infektionen, Sepsis, Antibiotikaresistenzen und vernachlässigten Tropenkrankheiten. Weltweit sind Millionen Menschen von diesen Krankheiten betroffen. In enger Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in vielen Regionen betreibt das Zentrum klinische Forschungen und Feldstudien. Parallel ist es in ein internationales Netzwerk von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsorganisationen eingebunden.
Prof. Debrahs Forschungsschwerpunkt liegt auf parasitären Wurmerkrankungen, insbesondere auf der Flussblindheit, die ein großes Problem u.a. in Ghana darstellt. Eine seiner künftigen Aufgaben sieht er darin, die bestehenden Kooperationen zu vertiefen und das Institut unter erschwerten Förderbedingungen strategisch weiterzuentwickeln. Kürzungen in wichtigen internationalen Programmen verschärfen den Wettbewerb um Mittel und machen verlässliche Partnerschaften umso wichtiger.
Dazu kommt die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um Wissen aufzubauen, Fachkräfte zu halten und die Forschung am Standort zu sichern. Damit soll dazu beigetragen werden, Gesundheitssysteme zu stärken und die Belastung der Menschen durch die verschiedenen Krankheiten zu verringern.
