In seinen monumentalen Installationen thematisiert der ghanaische Konzeptkünstler die historischen und gegenwärtigen Verflechtungen von Industrialisierung und Kolonialismus, den Abbau und den Transport von Rohstoffen sowie die globalen Handelswege in unserer Zeit.
Mahama ist vielseitig tätig. So verhüllte er 2017 zur documenta 14 die historische Torwache am Hessischen Landesmuseum mit einem Flickenteppich aus zusammengenähten Jutesäcken, die zuvor zum Transport verschiedener Produkte aus Ghana verwendet wurden. In seiner Heimatstadt Tamale gründete er 2019 das Savannah Centre for Comtemporary Art, das von Künstlerinnen und Künstlern betrieben wird. Daran anschließend eröffnete er die Red Clay Studios in zwei weiteren Orten im Norden Ghanas. In diesen Einrichtungen gibt es Ausstellungsräume, Forschungseinrichtungen und Wohnungen für die Künstler:innen. Ibrahim Mahama möchte damit seinen Beitrag leisten, die Entwicklung und Erweiterung der zeitgenössischen Kunstszene in Ghana zu fördern und außerdem ständige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche zu bieten.
Der Arnold‐Bode‐Preis der Stadt Kassel wird seit 1980 an Künstlerinnen und Künstler in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen für die Kunst der Gegenwart verliehen und ist mit 10. 000 Euro dotiert.
