Ghana hat sich bereit erklärt, abgeschobene Migrant:innen ohne Papiere aus den USA aufzunehmen. Das Land steht dabei in einer Reihe mit Ruanda, Eswatini (ehemals Swasiland), dem Südsudan und Uganda, die ähnliche Abkommen unterzeichnet haben.
Der Schritt folgt auf US-Zölle in Höhe von 15% auf ghanaische Waren und die Androhung eines Visumverbots. Präsident John Mahama erklärte, sein Land wäre von den USA darauf angesprochen worden, von amerikanischem Territorium ausgewiesene Personen aufzunehmen. Er stellte dabei klar, dass es sich dabei ausschließlich um westafrikanische Personen handeln würde. Weiter betonte er, dass es ein Freizügigkeitsabkommen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gebe, dass es Angehörigen der Mitgliedsstaaten erlaube, ohne Visum in andere westafrikanische Staaten einzureisen und sich dort bis zu 90 Tage aufzuhalten.
Mahama beschrieb die Beziehungen zwischen Ghana und den USA als eine „sich verschärfende Situation" und verwies auf die erhöhten US-Zölle auf ghanaische Waren und die Visabeschränkungen für ghanaische Staatsangehörige. Die USA sind Ghanas sechsgrößter Handelspartner.
Nigeria, das sich lautstark gegen diese Abkommen ausgesprochen hatte, erklärte, es werde sich dem Druck nicht beugen, Migranten aus Drittstaaten aus den USA aufzunehmen.
