Am Rande der UN-Generalversammlung in New York haben Togo und Ruanda drei Abkommen unterzeichnet. Sie sollen die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder vertiefen.
Unterzeichnet wurden die Dokumente am 23. September von Togos Außenminister Robert Dussey und seinem ruandischen Amtskollegen Olivier Nduhungirehe. Das erste Abkommen sieht regelmäßige politische Konsultationen vor, in denen beide Länder sich zu gemeinsamen, regionalen und internationalen Fragen austauschen. Das zweite schafft eine gemeinsame Kooperationskommission, die Prioritäten festlegen und die Umsetzung überwachen soll. Das dritte ist ein Rahmenabkommen, das die rechtliche Grundlage für neue Partnerschaften in verschiedenen Bereichen bildet.
Ziel ist es, die Süd-Süd-Zusammenarbeit zu stärken und damit Entwicklung und Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent zu fördern. Die Beziehungen zwischen Lomé und Kigali wachsen bereits in mehreren Bereichen, etwa bei Verkehr, Handel und Dienstleistungen. Seit 2018 gilt zwischen beiden Ländern ein liberalisiertes Luftverkehrsabkommen. Es erlaubt RwandAir und der in Lomé ansässigen Fluggesellschaft ASKY, ohne Beschränkung der Flugfrequenzen direkt zwischen den beiden Hauptstädten zu fliegen.
Die Abkommen passen zu Togos aktiver Außenpolitik, die sich zuletzt auch mit der UN-Resolution zur Weltkarte zeigte. Für beide Länder, die sich als Reformvorreiter in Afrika verstehen, ist die engere Partnerschaft ein Signal, dass innerafrikanische Zusammenarbeit an Bedeutung gewinnt.
