Ishmael Dotse, Süd-Nord Freiwilliger aus Ghana, ist seit eineinhalb Monaten in der NM-Geschäftsstelle tätig. Hier beschreibt er seine bisherigen Erfahrungen.
Ja, die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Erstaunlicherweise bin ich bereits in der sechsten Woche in Bremen. Ich würde mich sehr freuen, einige meiner bisherigen Erfahrungen mit Ihnen zu teilen. Begleiten Sie mich auf dieser sechswöchigen Reise in die Vergangenheit.
Am Montag, dem 19. Juni 2023, war ich erstaunt und erfreut über den warmherzigen Empfang, der mir bei meiner Ankunft im Büro von den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereitet wurde. Am nächsten Tag wurde ich über die Verwaltungsstruktur der Norddeutschen Mission und die mir zugewiesenen Aufgaben in den folgenden Monaten unterrichtet. Ich habe mich bereits mit den Abteilungen der NM beschäftigt, der Öffentlichkeitsarbeit, Bildung, Medien und Projekte.
Ich wurde gebeten, in dem monatlichen Newsletter der NM Artikel zu schreiben, die sich auf mein persönliches Leben und meinen Freiwilligendienst beziehen. Außerdem habe ich an einem Workshop für Konfirmandinnen und Konfirmanden zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel teilgenommen. Ich habe dabei geholfen, unsere Follower in den sozialen Medien über aktuelle Ereignisse in der NM auf dem Laufenden zu halten. Ich begleitete unsere Generalsekretärin zu einem Vortrag über das Leben von alten Menschen in Togo und Ghana. Mittwochs helfe ich bei einer Einrichtung namens „Café Mittwoch", bei der ich weniger privilegierten Menschen in einer nahe gelegenen Kirchengemeinde Frühstück serviere. Das „Café Mittwoch“ hat mich wirklich viel darüber gelehrt, wie wir unser Leben im Dienst an der Menschheit einsetzen können.
Für alle neuen Süd-Nord Freiwilligen wurde ein Einführungsseminar organisiert. Während dieses Seminars haben wir über den interkulturellen Austausch, unsere individuellen Erwartungen und die Erwartungen unserer Organisation, Vielfalt und Integration diskutiert. Außerdem bekamen wir eine Führung durch die Stadt Bremen. Am folgenden Wochenende nahm ich an einer Bildungsreise nach Berlin teil, um etwas über Postkolonialismus zu erfahren. Diese Reise war sehr informativ, denn ich erfuhr viel über den Imperialismus, die Berliner Konferenz von 1884, Diskussionen über Entschuldigung, Wiedergutmachung und Versöhnung und auch über Menschen in Afrika, die trotz der Zerstörungen durch den Kolonialismus und der unmenschlichen Behandlung, der sie ausgesetzt waren, in der Gesellschaft einflussreich wurden.
Ich freue mich auf eine spannende Zeit in den kommenden Monaten.
Ishmael Dotse
