Seit dem Amtsantritt von Präsident John Dramani Mahama im Januar 2025 sind in Ghana mindestens 17 Journalistinnen und Journalisten bei acht Vorfällen angegriffen worden – nahezu ohne Folgen für die Täter. Das geht aus einem Bericht des Committee to Protect Journalists (CPJ) hervor, einer internationalen Organisation zum Schutz der Pressefreiheit.
Unter den Angreifern waren dem Bericht zufolge Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten, aber auch illegale Goldschürfer und unbekannte Personen. Betroffen waren Reporterinnen und Reporter, die über Kommunalwahlen, einen Marktbrand oder illegalen Bergbau berichteten. Mehrere Journalisten gaben an, sich klar als Pressevertreter zu erkennen gegeben zu haben – etwa durch Warnwesten mit der Aufschrift „Press" oder Ausweise.
Mahama, selbst früher als Journalist tätig, hatte bei seinem Amtsantritt „eine Ära echter Medienfreiheit" versprochen und angekündigt, Angriffe auf die Presse würden „so entschieden wie möglich" verfolgt. In der Praxis blieb bislang jedoch nahezu jeder Fall ohne Aufklärung. Nur in einem einzigen Fall gab es ein greifbares Ergebnis: Ein Gericht verurteilte illegale Schürfer dazu, einem Reporter den Schaden an seiner beschädigten Ausrüstung zu ersetzen.
Viele der Betroffenen berichten, sie hätten nach ihren Anzeigen nie wieder von den Behörden gehört. „Wir brauchen Gerechtigkeit. Wir sind nicht sicher", zitiert der Bericht einen der angegriffenen Reporter.
