Im Masterstudiengang Sustainable Renewable Energy Technologies kooperiert die Universität Oldenburg eng mit Hochschulen in Ghana und Kolumbien. Die Studierenden planen, wie abgelegene Gemeinden mit erneuerbaren Energien versorgt werden können.
Im Rahmen des Oldenburger Studiengangs „Sustainable Renewable Energy Technologies“ (SuRe) werden in der kolumbianischen Gemeinde Solunagua nachhaltige Technologien unter realen Bedingungen erprobt. In der sehr abgelegenen, basisdemokratisch organisierten Gemeinschaft, in der 115 Familien leben, soll eine Art Musterdorf für nachhaltige Entwicklung entstehen.
In verschiedenen Workshops und Seminaren untersuchten die Studierenden in den vergangenen Jahren, wie eine Energieversorgung in Solunagua aussehen könnte, was technisch machbar ist und wie die Akzeptanz der Bewohner:Innen für diese Lösungsansätze aussieht. Mittels hybrid durchgeführten Veranstaltungen waren neben den Studierenden der Universität Oldenburg auch solche der Universty of Antioquia in Medellin (UdeA, Kolumbien) und der University of Energy and Natural Resources in Sunyani (UENR, Ghana) beteiligt. Die Partnerinstitutionen ergänzen sich perfekt. Während die Universität Oldenburg die wissenschaftlichen Grundlagen von Energiesystemen und ein forschungsbasiertes Lehr-Lernkonzept beiträgt, verfügt die ghanaische UENR über Expertise im Themenfeld Politik und Wirtschaft, und die UdeA aus Kolumbien wiederum biete eine ingenieurswissenschaftliche Perspektive mit dem Schwerpunkt Wasserkraft. Themen waren u.a., ein sogenanntes Agri-Photovoltaik-Projekt, bei dem eine Fläche sowohl landwirtschaftlich nutzbar als auch für Energieerzeugung dienen soll.
Auch wenn der Lehraustausch zwischen Oldenburg, Medellín und Sunyani aufgrund der Zeitverschiebung, unterschiedlicher Lehrpläne und Semesterabläufe sowie manchmal instabiler Internetverbindungen Herausforderungen mit sich bringt, sind die Beteiligten sich einig: Die Kooperation über drei Kontinente bereichert das Studium. Es konnte erstmals eine längere Zusammenarbeit mit gleich zwei Partneruniversitäten von Oldenburg aufgebaut werden, von der der gesamte Jahrgang des SuRe-Masters profitiert. Es wurden bereits weitere Fördermittel beantragt, um die Kooperation zu verstetigen und weiterzuentwickeln.
