Deutsche Soldatinnen und Soldaten bilden derzeit Angehörige der ghanaischen Streitkräfte aus. Der Einsatz ist Teil einer Sicherheits- und Verteidigungsinitiative der Europäischen Union für die Küstenstaaten am Golf von Guinea, die diese widerstandsfähiger gegen die Ausbreitung von Terrorismus aus der Sahelzone machen soll.
In der Nähe der Hauptstadt Accra schulen Angehörige eines Objektschutzregiments der Luftwaffe ihre ghanaischen Partner unter anderem im sogenannten Raumkampf – dem taktischen Vorgehen auf kürzeste Distanz. Ergänzt wird die Ausbildung durch Themen wie die Sicherung von Feldlagern und den Umgang mit improvisierten Sprengsätzen. Gearbeitet wird nach dem Grundsatz „Train the Trainer": Ausgebildet wird nicht die breite Truppe, sondern vorrangig einheimische Ausbilderinnen und Ausbilder, die ihr Wissen anschließend selbst weitergeben. Nach deutschen Angaben verstehen sich die Beteiligten dabei als Partner, die auch voneinander lernen.
Hintergrund ist die 2023 gegründete EU-Initiative für Côte d'Ivoire, Ghana, Togo und Benin. Sie soll die Sicherheitskräfte der vier Länder stärken, aber auch Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung im Sicherheitssektor fördern. Die Ausbildung in Ghana ist kein Einzelfall: An anderer Stelle schulten deutsche Fallschirmjäger und Pioniere ghanaische Kräfte am Volta-Stausee mehrere Wochen lang im „Kampf am Gewässer". Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.
