Das schwedische Agrarunternehmen AAK hat über seine lokale Tochtergesellschaft AAK Ghana eine Vereinbarung mit dem ghanaischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterzeichnet, um seine Aktivitäten im Shea-Sektor des Landes zu stärken. Damit sollen in den kommenden Jahren weitere 70.000 weibliche Sheanuss-Sammlerinnen in die Arbeit eingebunden werden.
Die Partnerschaft umfasst außerdem die Zusammenarbeit beim Ausbau der inländischen Weiterverarbeitung der Sheanüsse. Denn die ghanaische Regierung plant, ab 2026 schrittweise den Export von rohen Sheanüssen auszusetzen und die Entwicklung der Verarbeitung in Ghana selbst zu verstärken. Das Unternehmen ist seit 1958 in Ghana tätig und bezieht seine Shea-Nüsse direkt von Sammlerinnen. AAK betreibt bislang keine Verarbeitungsanlage im Land und exportiert den Großteil der gesammelten Nüsse ins Ausland.
Bei einer Umsetzung der Planungen könnten die von AAK angekündigten Investitionen in Verarbeitungsanlagen die lokale industrielle Kapazität stärken und die neue politische Ausrichtung der Regierung für den Shea-Sektor unterstützen. Shea-Nüsse werden schwerpunktmäßig in der Kosmetik-, Agrar-, und Pharmaindustrie verwendet.
