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Jugendliche engagieren sich für die Umwelt und das Klima

Internationale Jugendbegegnung in Togo 23. 7. - 12. 8. 2015


Vom 25.7.bis zum 15.8.2015 reisten sieben deutsche Jugendliche aus den Kirchen der NM nach Togo. Dort trafen sie auf 16 Jugendliche aus den Evangelischen Kirchen in Ghana und Togo. Während der Begegnung standen folgende Stationen auf dem Programm: Umweltbildung (Mülltrennung/Recycling), Aufforstung, Regenerative Energien (Wasser), Elektroschrott und Küstenerosion.

Die Jugendlichen haben über ihre Reise einen 11minütigen Film gemacht, den Sie hier sehen können:

https://www.dropbox.com/s/qp82kyjr5x1ejsf/togo_doku_emmanuel.mp4?dl=0

Wie sehen wir unsere Zukunft?
Wie wird sie erkennbar und sichtbar für uns und für andere?

Das Motto der Begegnung leitete sich aus dem Satz des Theologen und Arztes Albert Schweitzers ab. „Das Wenige, das du (für die Umwelt) tun kannst, ist viel.“
Die TeilnehmerInnen wurden über einen Workshop, Planspiele, Rollenspiele sowie Umweltschutzprojekte (z. B. Wiederaufforstung
und Mülltrennung) mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert und entwickelten eigene Handlungsstrategien.

Den Infoflyer finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier:

Visionen in einer globalisierten Welt

Unter diesem Motto kamen Jugendliche und junge Erwachsene von 17 bis 26 Jahren aus Deutschland, Togo und Ghana mit ihren Begleitern und Begleiterinnen vom 14. Juli bis zum 5.August 2010 zu einer internationalen Jugendbegegnung in der Region Oldenburg/Bremen zusammen. Hoffnungen und Wünsche, Befürchtungen und negative Erwartungen:


Was bringt die Zukunft vor dem Hintergrund von Klima-Chaos und zunehmender Verschärfung von Armut und Ungerechtigkeit? In 20, 30 oder 40 Jahren?
Was kann getan werden, was muss getan werden, um eine lebenswerte (Um-)Welt zu erhalten – oder zu schaffen?


Aus Diskussionen und Seminaranteilen entstanden in einer 11tägigen Werkstattphase mit verschiedenen Methoden der Kunst/Malerei unter der Leitung der Kunstpädagogin Meike Janßen (Seefeld) eine ganze Reihe von Werken.

Die sich heraus kristallisierenden Bilder und Symbole finden sich zum Teil im großen Schlussbild wieder und sollen jenseits von Sprache verständlich sein.

Umwelt und Naturschutz, die Bedeutung von Wasser, Ernte und Gemeinschaft –dann der Übergang in die Ausbreitung der Wüsten auf der einen und die Verstädterung und Vereinsamung auf der anderen Seite, zunehmende Armut in mehr als einer Beziehung für alle.Aber es gibt Hoffnung: Gemeinsam kann die Menschheit immer noch etwas erreichen.Jede und jeder Einzelne ist gefragt. Niemand darf sich aus der Verantwortung stehlen.Die Zeit läuft uns davon....Arbeiten von: Daniel Akotia, Godwin Ampony, Victor Elorm Anyomi, Nicole Böckmann, Antje Bracht, Anna Braje, Esther Haas, Meike Janßen, Keno Kaufmann, Richard Nimo, Emmanuel Noglo, Pyalo Da-Do Noviekou, Jennifer Okrah, Elom Simons de Fanti, Marina Schmidt und Pelagie Tchadie.Träger der Maßnahme:Evangelische Jugend Oldenburgin Kooperation mit der Norddeutschen Mission, Bremen

Internationale Jugendbegegnung in Ho/Ghana

Im August 2005 nahmen sieben deutsche Schüler, Auszubildende und Studenten im Alter von 18 bis 21 Jahren an einem Workcamp in Ghana teil. Esther Haas, Regionaljugendreferentin im Landesjugendpfarramt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg und Leiterin der Gruppe, berichtet.

Als sich die jungen Erwachsenen aus den Landeskirchen Oldenburg, Lippe und Bremen abends auf dem Bremer Hauptbahnhof zum Aufbruch zusammenfanden, hatten sie zwar schon einige Tage intensive Vorbereitung hinter sich; dennoch war das „Kribbeln im Magen“ deutlich spürbar. Rund drei Wochen mit einer togoischen Jugendgruppe der Evangelischen Kirche (EEPT) und den einheimischen Gastgeberinnen und Gastgebern in Ghana lagen vor ihnen. Ausgestattet mit viel Wissen, tapfer gelernten deutschen Volkstänzen und ihren Ewe-Namen (bei den Ewe bekommt man einen Namen nach dem Wochentag, an dem man geboren ist) begaben sich die Gruppenmitglieder auf die lange Reise, beginnend mit einer durchschlafenen Zugfahrt nach Brüssel.

Danach begann der abenteuerliche Teil: Afriquia-Airlines, über Tripolis nach Lagos, dann weiter nach Accra. Von dort aus mitten in der Nacht weiter zum Quartier in Ho. Lange Anreisen schweißen zusammen! Das GNAT (Ghana national teachers association) -Hostel wurde für die nächsten zweieinhalb Wochen zum Zuhause, teilweise mit interessanter gemischtnationaler Zimmerbelegung, Moskitonetzen und viel Musik und Gesprächen. Sprachgemisch und unterschiedliche kulturelle Prägungen verlangten allen Teilnehmenden viel Geduld und Toleranz ab. Aus Toleranz wurde schnell Respekt vor dem jeweils anderen, das Herz jeder Begegnungsarbeit. Ursprünglich war diese Jugendbegegnung für Atakpamé in Togo geplant; ihre Durchführung dort war aus Sicherheitsgründen wegen der Unruhen nach den Wahlen nun nicht mehr möglich.

Die togoischen jungen Erwachsenen – fast alle Studierende zwischen 19 und 25 Jahren - brachten ihre eigenen ganz unmittelbaren Gewalterfahrungen mit. Und die Bürde einer völlig ungewissen Zukunft. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – konnten sie die Zeit in Ho deutlich genießen. Neben thematischer Arbeit, die sich unter anderem in Diskussionen und durch einen Theater-Workshop mit Aspekten des Konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beschäftigte, war das Miteinander die prägende Herausforderung der gemeinsamen Zeit. Die deutschen Teilnehmenden nahmen alles offen und neugierig auf, vom unterschiedlichen Tagesrhythmus bis hin zum teilweise doch sehr fremden Essen. So gab es an manchen Tagen Maniok - Klöße und (ganze) Fische zum Frühstück – was allerdings auch nicht jedes togoische Gruppenmitglied mochte.

Die Entwicklung eines gemeinsamen musikalischen Auftritts führte zum Höhepunkt: einer tollen Show als Gäste einer Gemeinde der E.P. Church in Ho. Die togoische Gruppe beeindruckte mit einer großen Bandbreite von Tänzen, die die nationale Einheit des Landes symbolisieren sollte. Die deutschen Teilnehmenden gestalteten quasi den Hauptteil des Vorprogramms und holten sich unter großer Erheiterung der Gäste Tanzpartner und -partnerinnen für einen Willkommenswalzer aus den Reihen der westafrikanischen Jugendlichen. Ein zwischenzeitlicher Stromausfall wurde mit Taschenlampen bewältigt. Auch die anstrengenden, aber interessanten Ausflüge, unter anderem zum Sklavenfort Elmina in Cape Coast und zum Akosombo-Staudamm, sowie die gemeinsamen Gottesdienstbesuche (am dritten Sonntag bekamen die deutschen Jugendlichen die Möglichkeit, eine selbst entworfene englische Predigt in verschiedenen Kirchen zu halten.) gehören zu den Highlights in den Erinnerungen der Teilnehmenden. Zwei Geburtstage wurden gemeinsam gefeiert; passend verteilt auf eine togoische Teilnehmerin und einen deutschen Teilnehmer.

Gemeinsam arbeiten, leben, singen, tanzen, afrikanische Märchen und deutsche Kartenspiele, „kuscheliges“ Gedränge beim Bullifahren, Gottesdienst und Gebet, vielfältige Eindrücke von Armut, aber auch von Reichtum, von Umweltverschmutzung und berauschend schöner Natur, verwirrender Markt und staubige Landstraßen, und reden, reden , reden... (Zum Schluss auch schon mal in allen Sprachen durcheinander...), all das hat nachhaltig Spuren hinterlassen. Als es ans Abschiednehmen ging, war die Rührung deutlich zu spüren, vor allem das ungewisse Schicksal der togoischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer machte und macht Sorgen. Die letzten Tage wurden in Accra in verschiedenen Familien verbracht, eine neue, noch ganz andere Erfahrung. Dann ging es auf die lange Heimreise – Lagos, Tripolis, Brüssel, Bremen – angefüllt mit Eindrücken und Erfahrungen, die im Zuge der Nachbereitung aufgearbeitet werden müssen.

Was sonst noch bleibt: Das Wissen, dass Vertrautes überall zu finden ist und man vor Fremdem keine Angst haben muss; dass jeder Mensch um seiner Selbst willen Respekt verdient, dass Herkunft und Hautfarbe doch bitte endlich unwichtig werden sollten und: „ Sehen wir uns wieder? Wann fliegen wir wieder hin?!“

Esther Haas

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