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23.03.2020

17. Bremer Solidaritätspreis ausgeschrieben

Der Bremer Solidaritätspreis: Die Bremer Stadtmusikanten sind ein Symbol für solidarisches Handeln. (c) Senatspressestelle

Diesjähriges Ziel: Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen.

Gewalt an Frauen und Mädchen ist ein gravierendes globales Problem, das keine geografischen oder kulturellen Grenzen kennt. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen und ein Haupthindernis für Entwicklung, mit Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche.

Diese Thematik ist in den letzten Jahren zwar stärker in das öffentliche Bewusstsein gelangt. Doch tatsächlich hat sich die Situation für Frauen und Mädchen nicht wesentlich verbessert, denn traditionelle Rollenbilder dominieren nach wie vor alle Gesellschaften.

Zwar verpflichten internationale Menschenrechtskonventionen und verschiedene Resolutionen die teilnehmenden Vertragsstaaten, alle Formen von Gewalt gegen alle Frauen und Mädchen im öffentlichen und im privaten Bereich einschließlich des Menschenhandels und sexueller und anderer Formen der Ausbeutung zu beseitigen. Doch die Durchsetzung der Menschenrechte für Frauen und Mädchen und selbst die Umsetzung bestehender Gesetze scheitert immer wieder an politischem und gesellschaftlichem Unwillen zum Handeln.

Gewalt an Frauen und Mädchen findet überall statt. Der Kontext reicht dabei von häuslicher Gewalt im familiären Umfeld bis hin zu Kriegs-, Krisen- und Fluchtsituationen. Die Gründe für Gewalt an Frauen sind vielschichtig und liegen grundsätzlich in den patriarchalen Strukturen und den vorherrschenden Geschlechterrollenbildern begründet. Gewalt ist immer auch Ausdruck ungleicher Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern.

Mit dem 17. Bremer Solidaritätspreis sollen daher zivilgesellschaftliche Initiativen, Dachverbände oder einzelne Personen ausgezeichnet werden, die sich in ihrem lokalen oder nationalen Umfeld gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzen. Gesucht werden Akteur*innen aus dem globalen Süden, die Gewalt an Frauen und Mädchen durch Prävention, Lobbyarbeit für verbesserte rechtliche oder politische Rahmenbedingungen oder durch Empowerment relevanter Akteur*innen bekämpfen oder sich konkret für betroffene Frauen und Mädchen vor Ort einsetzen.

Die Auszeichnung ist auch mit der Absicht verbunden, dass die so geschaffene Öffentlichkeit einen Beitrag zum Schutz der Preisträgerin bzw. des Preisträgers leisten kann.

Begründete Vorschläge für mögliche Preisträger*innen können bis zum 15. Juli 2020 an folgende Anschrift gesendet werden:

Geschäftsführung des Kuratoriums zum Bremer Solidaritätspreis c/o Senatskanzlei Freie Hansestadt Bremen, z.Hd. Frau Silke Goethe Ansgaritorstr. 22 28195 Bremen; E-Mail: silke.goethe@ez.bremen.de Weitere Informationen zum Bremer Solidaritätspreis finden Sie unter: www.rathaus.bremen.de/solidaritaetspreis

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