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16.10.2019

Auseinandersetzungen um Sexualkundeunterricht in Ghana

Kirchliche und politische Organisationen gegen Regierungspläne

In Ghana gehen verschiedene Interessengruppen und Kirchen, vor allem aus dem pfingstlerischen Spektrum, aber auch Parteivertreter und Parlamentsabgeordnete wie Haruna Iddrisu, Fraktionsvorsitzender des oppositionellen National Democratic Congress (NDC), gegen die Pläne von Regierung und dem Ghana Education Service (GES) vor, an den Schulen Sexualkundeunterricht einzuführen. Unsere Mitgliedskirche, die Evangelical Presbyterian Church, Ghana gehört nicht zu dieser Gruppe von Kirchen.

Die Gegner behaupten, der Sexualkundeunterricht (Comprehensive Sexuality Education, CSE) solle zur Förderung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) dienen und die Kinder einseitig beeinflussen. Weiter werfen sie der Regierung vor, die CSE auch schon in den Grundschulen einzuführen. Dies wird von Regierung und GES zurückgewiesen.

Die Gegner des Sexualkundeunterrichts werfen der Regierung eine "satanische und destruktive CSE-Politik" vor, so der Präsident des Ghana Pentecostal and Charismatic Council (GPCC), Pfarrer Paul Frimpong-Manso. Die Angriffe gegen die CSE decken sich mit der insgesamt restriktiven Haltung der fundamentalistischen Kirchen, die gesellschaftlichen Entwicklungen zur Förderung von aufklärung teilweise massiv entgegenstehen. Damit stützen sie in diesem Fall die ablehnende Haltung vieler Afrikanerinnen und Afrikaner gegen den Sexualkundeunterricht im Allgemeinen.

Die Regierung Akufo-Addo hatte beschlossen, der Program Acceleration Countries Initiative (PAC) beizutreten, in der fünf weitere afrikanische Länder mitwirken, um den Sexualkundeunterricht in diesen Ländern umzusetzen.

Die Initiative wird von der schwedischen Regierung finanziert, die bisher 22 Millionen Dollar für diese Initiative bereitgestellt hat.

In den Mitgliedskirchen der Norddeutschen Mission, der E.P.Church, Ghana und der Eglise Evangélique Présbyterienne du Togo (EEPT), gehört Sexualerziehung im Rahmen von HIV/Aids-Projekten zum Standard.

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