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28.05.2019

Konflikt in Nord-Ghana wieder aufgeflammt

© Charles Nambasi auf Pixabay

Laut einem Bericht aus einer EPC-Gemeinde im Norden Ghanas ist der ethnische Konflikt in Chereponi wieder aufgeflammt. Militär in der Region wird verstärkt.

Seit dem 18. Mai wird täglich gekämpft. Die Menschen sind nicht in der Lage, nachts zu schlafen, weil jede Nacht Schüsse fallen. Der Berichterstatter ist für eine Weile nach Tamale gefahren, aber er konnte nicht die direkte Route durch Yendi nutzen, weil Konkomba-Leute die Straße blockiert hatten. Unter anderem wurde ein vorbeifahrendes Regierungsfahrzeug angezündet. Er musste durch Togo nach Tamale fahren. Er berichtet weiter, dass inzwischen in der Region von der EPC drei Schulkindergärten erfolgreich eingerichtet und drei Öko-Clubs in Schulen gegründet wurden. Allerdings konnten sie aufgrund der schlechten Sicherheitslage noch nicht ihre Arbeit aufnehmen. Alle Aktivitäten ruhen, bis der Frieden in der Region wieder hergestellt ist. Die Ugando-Schule ist aufgrund der Kämpfe ein Zufluchtsort für Frauen und Kinder geworden. Ansonsten sind die Schulen geschlossen, bis wieder Frieden herrscht. Unterdessen hat der Chef des Generalstabs, Generalmajor Williams Ayamdo, die Entsendung weiterer Truppen in das Unruhegebiet verkündet. Die bislang dort stationierten Truppen würden nicht ausreichen, um alle Ortschaften zu kontrollieren, die betroffen seien. In einer Ansprache am Montag in der Region betonte er, dass das Militär unparteiisch eingesetzt würde. Er reagierte damit auf Vorwürfe von beiden Konfliktparteien, die sich jeweils von den Soldaten ungerecht behandelt fühlten. Weiter forderte er dazu auf, die Behörden darüber zu informieren, wenn Ungerechtigkeiten seitens der Soldaten verübt würden. Dann könnten die notwendigen Ermittlungen erfolgen. Vor allem aber rief er die Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zur Abkehr von Gewalttaten auf. Militär und Polizei würden strikt dagegen vorgehen. Bei den gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Konkombas und Chokosis, die in der vergangenen Woche wieder aufgeflammt waren, ist bisher ein Mensch getötet und viele Gebäude zerstört worden. Es gab zahlreiche Verhaftungen.

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