Schul-Stipendien / Ghana (MP 0205)

Ohne die Stipendien der Kirche könnten viele Schülerinnen und Schüler die Schule nicht besuchen.

Die wenigsten Familien in Ghana können das Schulgeld für ihre Kinder aufbringen. Der "Schwabedissen-Fonds" ermöglicht Schülerinnen und Schülern durch ein Stipendium, eine gute Ausbildung zu bekommen.

Eines der größten Probleme Afrikas sind nach wie vor die Ausbildungskosten. Eine Familie mit "normalem" Einkommen, das in der Regel gerade zur Deckung der Kosten für die Ernährung ausreicht, ist meistens nicht in der Lage, ihren Kindern eine längere Ausbildung zu finanzieren.

Für die E.P.Church kam daher der Brief des Vorstandes der Norddeutschen Mission (NM), den sie im Dezember 1981 erhielt, einem kleinen Wunder gleich. In dem Schreiben wird die Kirchenleitung informiert, dass ein ehemaliger Mitarbeiter des Goethe-Instituts in Accra, der Hauptstadt Ghanas, vor kurzem verstorben sei. In seinem Testament habe er einen größeren Teil seines Vermögens der NM vermacht mit der Auflage, einen Fonds zu gründen. Vom Zinsgewinn dieses Fonds‘ solle man Stipendien vergeben.

Die Freude über diese Hilfe war groß. Es wurde ein Vergabe-Ausschuss gegründet, in dem der Moderator und der Synodalsekretär der E.P.Church, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Goethe-Instituts in Accra und zwei bis drei weitere Personen, die aus dem Bildungsbereich kommen, vertreten sind.

Jedes Jahr erhält der Ausschuss viele Dankesbriefe von Schulleitern, Eltern der Stipendiaten und von den Schülern und Schülerinnen selbst. Eine kleine Auswahl: Cecila aus Kpando schreibt: "Ich danke der gesamten Kirche für das Stipendium. Ich verspreche, dass ich hart arbeiten und lernen werde, damit das Vertrauen in mich gerechtfertigt ist und damit wir ein besseres ‚Morgen‘ haben werden." Der Vater von Robert aus Ho bedankt sich bei Gott, "der die Kirche in die Lage versetzt hat, den wirklich Bedürftigen zu helfen, die Ausbildungsleiter etwas höher zu klettern, um ein sinnvolles Ziel zu erreichen." Und der Schulleiter von Peter aus Denu schickt eine Kopie des Abschlusszeugnisses des Schülers, das sehr gut ausgefallen ist, obwohl wegen Lehrermangels viele Stunden ausgefallen wären und der Vater von Peter während der Prüfungen gestorben sei.

Die Unterstützung von bedürftigen Schülerinnen und Schülern bleibt ein großes Anliegen der E.P.Church. Allerdings ist die Arbeit im Schwabedissen-Ausschuss auch mit Kosten verbunden. Die Mitglieder treffen sich mehrmals im Jahr, um aus der Vielzahl der Bewerbungen die Stipendiaten auszuwählen. Die Auszahlung der Stipendien muss organisiert und kontrolliert werden. Die E.P. Church schätzt die zusätzlich entstehenden Kosten auf ca. 5 Euro pro Stipendium. Im Namen der Schülerinnen und Schüler bittet sie daher um Ihre Hilfe.

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© Norddeutsche Mission 2002