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Projekte

Mit der Unterstützung von vielen Spenderinnen und Spendern konnte in Wome/Togo ein Brunnen gegraben und mit einer von Solarstrom betriebenen Pumpe ausgestattet werden.

Auf unseren Internetseiten finden Sie eine Auswahl der Projekte und Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterProgramme, die von unseren Mitgliedskirchen in Afrika - der EEPT in Togo (Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo) und der E.P. Church in Ghana (Evangelical Presbyterian Church, Ghana) - durchgeführt werden. Sie werden von den afrikanischen Kirchen und der Norddeutschen Mission qualifiziert betreut. Diese Arbeit wird durch Zuschüsse von unseren deutschen Mitgliedskirchen und insbesondere durch Spenden, die wir für die jeweiligen Projekte und Programme erhalten, finanziert.

Die Projekte sind Selbsthilfeinitiativen von Gruppen und Gemeinden, die diese Projekte - unterstützt durch das Fachpersonal der afrikanischen Kirchen - planen und durchführen. Dazu gehören in Ghana auch Projekte von Einzelpersonen, die sich für Ausbildung und Beschäftigung engagieren. Diese Projekte werden mit Krediten unterstützt. Die Rückzahlung der Kredite fließt in weitere Entwicklungsmaßnahmen. Spenden für Projekte werden nur für den jeweiligen Zweck verwendet. Im Falle einer Überfinanzierung werden die überschüssigen Mittel - bei größeren Beträgen in Absprache mit den Spenderinnen und Spendern - typgleichen Projekten zugeführt.

Die Mehrzahl der Projekte trägt sich nach einer Anschubfinanzierung selbst mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

Der Kampf gegen Armut und Hunger hat dabei oberste Priorität. Auf der Erde werden genug Lebensmittel produziert, um alle Menschen satt zu machen. Trotzdem lesen wir in der Zeitung immer wieder Berichte über Hungersnöte oder sehen im Fernsehen Bilder von unterernährten Kindern. Und dies aus Regionen, wo die Haupteinkommensquelle die Landwirtschaft ist. Hunger ist überwiegend ein Problem auf dem Land und nicht in der Stadt. Aber warum hungern diejenigen, die die Nahrung produzieren?

Die Gründe sind vielfältig: In Entwicklungsländern betreiben viele Bauern Subsistenz-Landwirtschaft, das heißt, sie produzieren gerade einmal soviel, wie sie zum Überleben brauchen. Im Fall einer niedrigen Ernte haben die Familien dann keine Nahrungsmittelreserven oder Ersparnisse, um das folgende Jahr ohne Not zu überstehen. Der Klimawandel mit seinen Wetterextremen wird in Zukunft vermehrt zu Missernten führen und den Hunger in der Welt vergrößern. Ein weiteres Problem sind mangelnde Konservierungsmöglichkeiten für die landwirtschaftlichen Produkte. Ohne Elektrizität oder Brennstoff kann nicht gekühlt oder sterilisiert werden. Die Bauern müssen ihre Produkte trocknen - mit der großen Gefahr von Verlusten durch Schadinsekten. Es gibt Schätzungen, dass weltweit die Hälfte aller Lebensmittel durch Lagerverluste verloren geht.

Der fehlende Zugang zu den Märkten kommt hinzu. Weite Entfernungen und schlechte Straßen sowie fehlende Transportkapazitäten machen es den Bauern auf dem Land unmöglich, für die Märkte in den Städten oder gar im Ausland zu produzieren, wo höhere Preise gezahlt werden. So bleibt den Bauern nur die risikoreiche Produktion von gut zu lagernden Grundnahrungsmitteln.

Die afrikanischen Partnerkirchen der Norddeutschen Mission - die EEPT in Togo (Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo) und die E.P. Church in Ghana (Evangelical Presbyterian Church, Ghana) - engagieren sich in vielfältiger Weise im Kampf gegen Hunger und Armut. Die Palette reicht von landwirtschaftlicher Beratung, Diversifizierung der Produktion, Grainbankingprojekten bis hin zu Krediten für die Vermarktung der Produkte.

Einige Projekte tragen aber auch globalen Problemen wie dem Klimawandel Rechnung. Denn die Geoforscher sind sich einig. Wenn die allgemeine Erderwärmung nicht auf zwei Grad Celsius begrenzt wird, müssen wir mit drastischen Auswirkungen auf die Menschheit rechnen. Klimaschwankungen mit zerstörerischen Wetterereignissen, der Anstieg der Meeresspiegel durch das Abschmelzen der Gletscher, Hungersnöte und große Flüchtlingsströme sind nur einige der Szenarien, die die Zukunft beschreiben. Neueste Forschungen haben ergeben, dass schon heute die Konzentration von Treibhausgasen wie Kohlendioxid in der Atmosphäre hoch genug ist, um eine globale Erwärmung von zwei bis 2,4 Grad auszulösen.

Um die zwei Grad Grenze einzuhalten, dürften bis 2050 höchstens noch 666 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen. Dies bedeutet, dass bis zur Jahrhundertmitte jeder Mensch nur einen CO2-Ausstoß von zwei Tonnen pro Jahr verursachen darf. Im Durchschnitt produziert jedoch heute weltweit jeder Mensch 4,6 Tonnen, jeder Deutsche zehn Tonnen und jeder Amerikaner zwanzig Tonnen an Treibhausgasen. Dies macht deutlich, dass der CO2-Ausstoß mit dem Wohlstand der Menschen steigt. Wenn alle Menschen soviel CO2 produzieren würden wie der durchschnittliche Deutsche, wäre die 666 Milliarden Grenze schon 2019 erreicht. Wenn alle soviel Strom verbrauchen würden wie wir, müsste drei Mal soviel Strom produziert werden wie heute. Es wären fünf Planeten nötig, damit alle Menschen ohne gefährliche Folgen so viel CO2 emittieren könnten wie die Deutschen.

Die Verursacher des Klimawandels leben im Norden. Es sind jedoch die armen Länder im Süden, die in Zukunft am schlimmsten von den Folgen der Klimaveränderungen betroffen sein werden. Um den Klimawandel abzuwenden, sind gewaltige Anstrengungen nötig. Insbesondere der Norden als Hauptverursacher der Krise ist gefragt, die Reduktion der CO2 – Emissionen voranzutreiben. Doch auch in den Entwicklungsländern muss zur Verhinderung des Klimawandels beigetragen werden. Dies schlägt sich in den Projekten unserer Partnerkirchen nieder.

Das Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSolarpumpenprojekt oder die Einführung von Solarlampen sind dafür gute Beispiele.