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Mobile Gesundheitsversorgung / Ghana (MP 0908)

Auch Impfungen gegen die wichtigsten Krankheiten gehören zu den Aufgaben des Teams.

Die Mitarbeiterinnen der „E.P.Church Mobile Clinic" sind ausgebildete Krankenschwestern und sprechen mehrere afrikanische Sprachen. Das ist eine hervorragende Voraussetzung, um in die umliegenden Dörfer zu fahren und dort Kranke zu versorgen.

„In den Dörfern kennt man uns, die Leute freuen sich, wenn wir kommen", erzählt Elizabeth Ntsri. Sie ist eine der drei Krankenschwestern der „Mobile Clinic" Ho. Gemeinsam mit dem Fahrer sind die Frauen von montags bis freitags unterwegs. Jeden Tag geht es in ein anderes Dorf, 36 sind auf der Liste. Der Staat kann dieses Gebiet nicht abdecken, so dass die Kirche eingesprungen ist. „Natürlich wäre es einfacher, in einer festen Krankenstation oder im Krankenhaus zu arbeiten", meint Krankenschwester Letsu Cesia. „Dann hätte man nicht jeden Tag diese beschwerlichen Wege, diese schlechten Straßen auf sich zu nehmen. Aber wir sind alle E.P.Church-Mitglieder. Wir verstehen es als unsere christliche Verantwortung, uns auch oder gerade um die zu kümmern, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hätten."

Grundsätzlich hat sich die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung etwas verbessert. Die Programme und Impfkampagnen zeigen Wirkung. Die Menschen sind außerdem besser informiert und lassen sich behandeln, bevor ihre Krankheiten sehr bedrohlich werden. Trotzdem sei ihre Arbeit weiterhin gefragt, erzählen die beiden Krankenschwestern: "Wir behandeln Fehlernährung, Masern, Fieber, Würmer, Erkrankungen der Bronchien und Malaria. Damit ist nicht zu spaßen." Die Behandlung ist kostenlos. Allerdings wird um Beiträge für die Benzinkosten gebeten. Nach ein bis zwei Monaten ist das Team wieder im gleichen Dorf und kann die Fortschritte der Heilung überprüfen. „ Wir sind als Team schon lange unterwegs, über zehn Jahre. Da kennt man die Patienten", Elizabeth Ntsri lächelt." Und da weiß man auch, bei wem man nachhaken muss, ob die Medikamente wirklich richtig eingenommen wurden. Und welche Familie immer wieder Ermutigung braucht, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen."

Die Krankenschwestern haben als neue Aufgabe übernommen, über die staatliche Krankenversicherung zu informieren. Wer sich registrieren lässt, zahlt Beiträge, Arbeitslose jedoch nur einen minimalen Betrag. Dafür gibt es eine Versicherungs-Nummer und damit kostenlose Leistungen in vom Staat anerkannten Gesundheitsstationen und Krankenhäusern. Die Krankenschwestern werben für dieses System und nehmen Interessierte – wenn gewünscht – mit dem Auto nach Ho, wo sie sich registrieren lassen können.

„Wir leisten eine wichtige Arbeit hier", sagt Letsu Cesia. „Allerdings wäre es schön, wenn wir etwas mehr Geld zur Verfügung hätten. Dann könnten wir auch an Fortbildungen teilnehmen, was nach so langer Zeit im Beruf wichtig ist. Schließlich wollen wir unsere Patienten gut behandeln können."

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