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Jugendarbeit / Ghana (MP 0708)

Das Jugendprogramm gibt Jugendlichen Beratung und Orientierung.

Der Großteil der ghanaischen Gesellschaft besteht aus jungen Leuten. Viele von ihnen engagieren sich in Jugendgruppen ihrer Kirchengemeinde.

Richard Nimo ist froh, Landesjugendpastor der E.P.Church zu sein : „Die Arbeit mit jungen Leuten hat viel mit Aufbau, mit Hoffnung und Zukunft zu tun. Das ist für die Kirche wichtig, das ist für Afrika wichtig."

Seit fünf Jahren ist er dabei und so motiviert wie am ersten Tag. Ihm zur Seite steht seit kurzem eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, Geneviève Adega. Ein Schwerpunkt der Jugendarbeit ist das HIV-/AIDS-Programm. Nimo geht regelmäßig in drei Gymnasien in Ho und veranstaltet Workshops für bis zu 500 Schülerinnen und Schüler: „Mein Thema ist gerade der Kampf gegen die Stigmatisierung von HIV-Infizierten. Das ist ganz, ganz wichtig. Damit war ich auch schon in Nkwanta weiter im Norden und in Aflao, im Grenzgebiet zu Togo." Ein Erfolg der regelmäßigen Arbeit ist bereits sichtbar. Immer mehr junge Leute machen freiwillig einen AIDS-Test, um nicht unwissentlich den Erreger weiterzugeben. Und es gelingt, einige Infizierte und Kranke wieder in die Gemeinschaft zu integrieren.

„Außerdem haben wir jetzt ein Evangelisierungsprogramm," erzählt Richard Nimo. „Jugendliche gehen in den Ferien in die Dörfer, wohnen dort für eine Woche oder zehn Tage und helfen tagsüber bei der Feldarbeit, beim Toilettenbau oder der Herstellung von Lehmsteinen. Abends besuchen sie die Dorfbewohner und sprechen mit ihnen über ihren Glauben. Eventuelle Kosten übernehmen die Kirchengemeinden durch Extra-Kollekten, für die Verpflegung der Jugendlichen kommt das Dorf auf. Das ist unglaublich, was da entsteht. Durch den engen Kontakt sind viel intensivere Gespräche möglich, als wenn ein Pastor einmal im Monat zum Gottesdienst in die abgelegenen Dörfer kommt."

Aber Nimo denkt bereits weiter. Für das Evangelisierungsprogramm möchte er einen Bus anschaffen und sammelt dafür Kollekten. Der Bus soll auch vermietet werden, um die laufenden Kosten zu tragen. Für das nächste Jahr arbeitet er an einem Alphabetisierungsprogramm und plant Schulungen für Jugendgruppenleiterinnen und –leiter.

„Ich habe so viele Ideen, und es gibt so viel zu tun. Aber leider hat ein Tag nur 24 Stunden," sagt der Pastor lachend.

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