Jugendarbeit / Ghana (MP 1602)

Viele junge Menschen finden keine Arbeit und müssen sich mit Gelegenheitsjobs den Lebensunterhalt verdienen.

Junge Menschen brauchen bei der Suche nach ihrer eigenen Identität Begleitung. Die Jugendarbeit ist daher der Evangelical Presbyterian Church sehr wichtig.

Vincent Dagadu ist mit Leib und Seele Jugendpastor. „Es ist nicht immer einfach, aber macht auch viel Spaß“, sagt er. „Die jungen Menschen sind sehr lebendig, da wird es nie langweilig.“ Seit 2010 hat der 48jährige das Amt inne, unterbrochen nur von einer mehrmonatigen Fortbildung in den USA. „Der Jugendbereich bei uns ist ja viel größer als in Deutschland“, erzählt er. „Für uns zählen alle zwischen 12 und 35 Jahren dazu. Wir unterscheiden die 12- bis 17-Jährigen, also die Teenager, von den 18- bis 24-Jährigen – die nennen wir Jugendliche – und den 25- bis 35-Jährigen, den jungen Erwachsenen.“ Entsprechend unterschiedlich seien die Themen, meint der Pastor. Das gehe von Schulproblemen, Pubertät und ungewollten Schwangerschaften über Ausbildungs- und Arbeitssuche bis hin zur Familiengründung. „Und die Kirche möchte den jungen Menschen vermitteln, dass sie in jeder Phase beratend und unterstützend an ihrer Seite steht“, so Dagadu.

Neben der Jugendarbeit in den Gemeinden gibt es zwei  E.P.Church-Jugendorganisationen, die Christian Youth Builder (CYB) und die Union der Studierenden EPSU. Eine Aufgabe des Jugendpastors ist, die Programme der drei Gruppierungen zu koordinieren. „Wichtig sind dabei immer die persönlichen Treffen auf regionaler und nationaler Ebene“, erklärt er. „Das lässt sich durch nichts ersetzen. Da vermitteln wir die theologischen Grundlagen der E.P.Church und beten gemeinsam. Aber genauso wichtig ist es, sich persönlich kennen zu lernen, einfach miteinander zu reden, zu spielen, Musik zu machen. Und die Teilnehmenden können selbst Themen einbringen, die sie besonders interessieren.“ Auf den Treffen der EPSU kommen so bis zu 1000 junge Menschen zusammen.

Die Christian Youth Builder halten jedes Jahr eine Nationale Konferenz ab, an der 70 bis 80 Delegierte teilnehmen. „Außerdem wird auf regionaler Ebene jährlich eine Woche organisiert, in der inhaltlich gearbeitet wird“, erzählt der Jugendpastor. „2015 war das Thema ‚Versuchungen widerstehen‘. Aber es wird auch ganz praktisch gemeinsam gearbeitet, zum Beispiel wenn in den Gemeinden Hilfe nötig ist. Auch in Ho, am Sitz der Kirchenleitung, arbeiten regelmäßig Jugendgruppen mit, wenn es um kleine bauliche Veränderungen geht.“

Vincent Dagadus größtes Problem ist die enorme Reisetätigkeit. Er muss an vielen Treffen im ganzen Land teilnehmen. „Ich muss immer Busse und Sammeltaxis benutzen. Wer Afrika kennt, weiß, was das bedeutet“, seufzt er. „Große Enge und viel verlorene Zeit. Glücklicherweise hat meine Familie großes Verständnis. Meine Frau ist Lehrerin und kann meine Entscheidung für die Jugendarbeit verstehen. Und meine Kinder sind mit acht, zwölf und 16 Jahren aus dem Gröbsten heraus.“

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