Die Entwicklungsabteilung spielt innerhalb der Evangelischen Kirche von Togo eine wichtige Rolle. Hier laufen die Fäden verschiedener Arbeitsbereiche zusammen, und die Selbsthilfeprojekte der Gemeinden werden von hier aus kompetent begleitet.
Pastor Komla Ahlidja ist begeistert: „Ich bin seit September 2009 auf dieser Stelle, und ich bin sehr dankbar, dass ich hier die Möglichkeit habe, etwas für das Fortkommen des Landes zu tun." Komla Ahlidja leitet die Entwicklungsabteilung der Evangelischen Kirche von Togo. Sie koordiniert und berät alle anderen Arbeitszweige der Kirche, die mit Entwicklung zu tun haben. „Nach einigen Jahren als Gemeindepastor wurde ich Inspektor, also Superintendent, in Notsé", erzählt Ahlidja. „So kenne ich unsere Kirche von Grund auf. Da ich schon immer großes Interesse an Entwicklungsfragen hatte, bin ich dann nach Kamerun gegangen, um ein Zusatzstudium in diesem Bereich zu absolvieren. Nach dem Diplom konnte ich hier gleich an der richtigen Stelle eingesetzt werden."
Alle Anträge, Vorschläge und Berichte, die in der Diakonie, im Schul- oder im Frauenreferat formuliert werden, gehen automatisch an die Entwicklungsabteilung. Hinzu kommen die Arbeitsvorhaben der Abteilung "Christliche Erziehung". Das umfasst den Kindergottesdienst, Religionsunterricht, aber auch Materialien für Erwachsene. „Das ist sehr sinnvoll", erklärt Pastor Ahlidja. „So weiß ich, was geplant wird, kann doppelte Arbeit und Kosten verhindern und Kolleginnen und Kollegen, die an ähnlichen Themen arbeiten, miteinander vernetzen."
Ein großer Anteil an Ahlidjas Arbeit besteht darin, die Selbsthilfeprojekte der Gemeinden in Togo zu begleiten. Dafür ist es nötig, dass der 48jährige viel unterwegs ist. „Das mache ich gern, meine drei Kinder sind ja auch schon groß und studieren", sagt er lächelnd. „Ich möchte vor Ort sein. Nur dann kann ich jedes Projekt wirklich kennenlernen. Nur so ist es möglich, die optimale Beratung und Begleitung zu gewährleisten. Am Ende wird das Projekt von mir gemeinsam mit der Gruppe vor Ort ausgewertet, und ich schreibe einen Bericht darüber. Das ist ganz besonders wichtig, wenn wir Spenden für ein Projekt bekommen haben. Das einzige Problem ist, dass unsere Entwicklungsabteilung kein Fahrzeug zur Verfügung hat. Ich bin also immer mit dem Sammeltaxi unterwegs, und manchmal ist es ziemlich schwierig, in abgelegene Gemeinden zu gelangen."
Der Leiter der Entwicklungsabteilung hat schon viele verschiedene Typen von Projekten kennengelernt. Projekte, die gezielt auf Jugendliche oder Frauen zugeschnitten sind, oder solche, die dem Umweltschutz dienen wie zum Beispiel Aufforstungsprojekte. „Jedes Mal müssen erstmal die Ursachen eines Problems genau analysiert werden", so Komla Ahlidja. „Damit man nicht am eigentlichen Problem vorbeiplant. Bei der Suche von Lösungsstrategien berücksichtigen wir immer die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen. So kann zum Beispiel ein Projekt wie eine Maismühle, das vielen Frauen ein Einkommen bescheren kann, nicht funktionieren, wenn niemand aus der Gruppe Buchhaltungskenntnisse hat. Dann ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass eine entsprechende Schulung stattfindet, bevor das Projekt startet."
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