Brunnenprogramm: MP 1705

Die gesamte Bevölkerung eines Dorfes bekommt durch das Programm Zugang zu sauberem Trinkwasser

In Afrika wird es aufgrund des Klimawandels immer trockener. Die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo sorgt daher dafür, dass Brunnen gebaut werden, damit die Menschen Zugang zu Wasser bekommen.

Seit 2009 leitet Pastor Joseph Ahlidja die Entwicklungsabteilung der Evangelischen Kirche in Togo. Schwerpunkt seiner Arbeit ist seit einigen Jahren der Brunnenbau. „Wegen des Klimawandels haben wir es in vielen afrikanischen Ländern mit zunehmender Trockenheit zu tun“, erzählt er. „Deshalb werde ich von zahlreichen Gemeinden zu Hilfe gerufen. Bäche sind häufig ausgetrocknet, da die Regenzeiten ausbleiben. Und wenn es regnet, kommt es zu heftigen Unwettern, die immense Schäden anrichten. Die Menschen wissen oft nicht mehr, woher sie ihr Trinkwasser nehmen sollen. Da geht es manchmal buchstäblich ums Überleben.“

In den Dörfern mit dem dringendsten Bedarf werden daher zuerst geophysikalische Untersuchungen durchgeführt. Wenn man Wasseradern gefunden hat, kommt schweres Gerät zum Einsatz – die so gebohrten Brunnen liegen in einer Tiefe von 50 bis 70 Metern. Um einen gleichmäßigen Wasserdruck zu erhalten, ist es dann häufig notwendig, einen Wasserturm mit einem Tank aufzustellen.„Ich muss viel unterwegs sein, praktisch im ganzen Land“, meint Joseph Ahlidja. „Und wenn ich die Bohrung eines Brunnens begleite, dauert das schon mal eine ganze Woche. Aber das lohnt sich. Wir haben so vielen Menschen helfen können.“

Allein in den letzten sechs Jahren konnten mit Hilfe von Spenden insgesamt 21 Brunnenbohrungen durchgeführt sowie Schachtbrunnen mit Hand-, Solar- oder Elektropumpen für über 160.000 Euro installiert werden.Zugang zu Wasser ist jedoch nicht das einzige Problem, um das sich die Entwicklungsabteilung der EEPT kümmert. „Die Gemeinden besitzen häufig ein Stück Land“, berichtet er. „Da berate ich sie dabei, wie man das am besten nutzen kann. Häufig empfehle ich, Teak anzupflanzen, das bedeutet eine nachhaltige Nutzung. So wird wiederaufgeforstet, die Gemeinden erzielen aber auch einen Gewinn, wenn sie später das Holz verkaufen können.“

Auch bei einer landwirtschaftlichen Nutzung ist eine Begleitung sinnvoll. Je nach Bodenbeschaffenheit und Bewässerungsmöglichkeiten ist es sinnvoll, Mais, Maniok, Yams oder Ananas anzubauen.

Pastor Joseph Ahlidja ist ein gefragter Mann. Nach seinem Theologie-Studium hat er eine Zusatzausbildung für Entwicklungsfragen in Kamerun absolviert. Daher ist er viel unterwegs, vor allem in den kirchlichen Gemeinden. „Aber auch bei Fortbildungen, die der Staat anbietet, bin ich als Referent gefragt. Das mache ich sogar umsonst“, schmunzelt er. „Für mich wird der Leitsatz der EEPT ‚Das ganze Evangelium für den ganzen Menschen’ in meiner Arbeit konkret. Körper und Seele gehören zusammen, beide sollen gesund sein. Und das heißt sauberes Trinkwasser ebenso wie Seelsorge.

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