E.P.Church erhält UN-Preis für Klimaschutz
Am 3. November 2009 erhielt der Leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Ghana, Moderator Francis Amenu, aus der Hand des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon in Großbritannien einen Umweltpreis. Damit zeichnen die Alliance of Religions and Conservation (ARC ) und die Entwicklungsabteilung der Vereinten Nationen beispielhafte Arbeit von Kirchen und anderen Religionsgruppen aus, die sich für den Schutz des Klimas einsetzen.
Die Preisübergabe war eingebettet in eine dreitägige Konferenz in Windsor. Vertreter von Kirchen und anderen Religionen diskutierten mit Ban Ki-moon und Prinz Philip ihre Umweltarbeit und die Pläne, die sie für die nächsten Jahre ins Auge gefasst haben. Prinz Philip hatte die ARC 1995 mit dem Ziel gegründet, die Weltreligionen bei der Entwicklung ihrer Umweltprogramme zu unterstützen.
Während der Tagung unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Rolle der Religionen für den Umweltschutz, damit die Erde für die nachfolgenden Generationen bewahrt würde. Wichtig seien Programme, die Kinder an die Natur heranführen, neue Gebete und Lieder, die Nutzung alternativer Energie und die Unterstützung eines einfacheren Lebensstils sowie eine entsprechende Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Regierungen.
Die Evangelische Kirche von Ghana (E.P.Church) startete bereits 1999 mit Unterstützung von der Norddeutschen Mission und dem Land Bremen das Programm „Agenda 21". Darunter laufen zahlreiche Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung, Bekämpfung der Armut und zum Schutz der Umwelt. Die Kirche plant zusätzlich, in den nächsten fünf bis sieben Jahren 125 Hektar Brachland nachhaltig nutzbar zu machen. Die sechs kirchlichen Landwirtschaftsstationen starten Aufforstungsmaßnahmen, die jedes Jahr mindestens je vier Hektar umfassen sollen. Seit vier Jahren läuft bereits in Nord-Ghana ein Ausbildungsprogramm von Freiwilligen zur Bekämpfung von Buschfeuern. Bisher haben 125 von ihnen das Training abgeschlossen.
Außerdem beabsichtigt die E.P.Church, das Thema „Klimawandel" im Gottesdienst, in der Liturgie und der Predigt zu verankern. Es soll sich auch in den Lehrplänen der theologischen Ausbildung widerspiegeln. Schließlich will sich die Kirche über den Christenrat an die ghanaische Regierung wenden, um die politischen Entscheidungsträger noch stärker für den Umweltschutz zu gewinnen.